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DACH-Immobilien 2026: Wer jetzt die richtigen Deals macht
Was in den Backoffices der großen Asset Manager gerade passiert, könnte die nächsten fünf Jahre prägen. Die Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2026 zeigen: Der Markt dreht – aber nicht überall gleich. Wer die regionalen Unterschiede ignoriert, zahlt drauf.
Marcus Heller
14. September 2026
Es war ein Montagmorgen im Juli, als die Nachricht durchsickerte: Ein norddeutscher Pensionsfonds hatte in Hamburg ein Büroportfolio für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag übernommen. Nicht spektakulär auf den ersten Blick – aber ein Signal. Denn der Deal war einer von 21 Großtransaktionen im ersten Halbjahr 2026, die das Transaktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr spürbar nach oben gezogen haben. Branchenkreise sprechen von einer „vorsichtigen Rückkehr der Großinvestoren“, nachdem die letzten Jahre von Zurückhaltung geprägt waren. Besonders auffällig: Frankfurt bleibt der unangefochtene Spitzenreiter, doch Hamburg holt mit großen Schritten auf. [4]
Die Dynamik ist kein Zufall. Nach Jahren der Zinswende und wirtschaftlicher Unsicherheit haben sich die Rahmenbedingungen 2026 stabilisiert. Die Inflation ist eingedämmt, die Finanzierungskosten sinken – wenn auch langsam. Für institutionelle Investoren wird der Markt damit wieder kalkulierbarer. „Die ersten, die das erkannt haben, sind die, die jetzt zuschlagen“, sagt ein Insider aus dem Frankfurter Bankenviertel. Besonders gefragt: Wohnimmobilien in Metropolen und Büroflächen in Top-Lagen. Doch während die Leerstandsquoten in den sieben größten Städten auf einem historisch niedrigen Niveau liegen, kämpfen B-Lagen weiterhin mit strukturellen Problemen. [4][6]
Doch nicht alle Segmente profitieren gleichermaßen. Während Wohnimmobilien in München oder Wien weiter gefragt sind, zeigt sich in der Schweiz ein anderes Bild. Hier bleibt der Markt dank strenger Regulierung und hoher Eigenkapitalquoten stabil – aber auch wenig volatil. „Die Schweizer spielen in einer eigenen Liga“, meint ein Zürcher Asset Manager. „Wer hier investiert, sucht Sicherheit, nicht Spekulation.“ Tatsächlich verzeichnen Zürich und Genf steigende Mieten, während Logistikimmobilien langsam an Bedeutung gewinnen. Ein Trend, der sich in den nächsten Jahren noch verstärken dürfte. [2][6]
Ein weiterer Gewinner der aktuellen Marktlage sind REITs. Die Suche nach liquiden Immobilienanlagen hat die Nachfrage nach Real Estate Investment Trusts deutlich steigen lassen. „REITs bieten genau das, was Investoren jetzt wollen: Liquidität, Dividendenrenditen und eine einfache Einstiegsmöglichkeit“, erklärt ein Analyst aus Frankfurt. Besonders deutsche REITs wie Vonovia oder Deutsche Wohnen expandieren in nachhaltige Bestandsportfolios – ein Zeichen dafür, dass ESG-Kriterien längst kein Nice-to-have mehr sind, sondern ein Muss für institutionelle Anleger. [3][7]
Doch die Erholung ist kein Selbstläufer. Wer jetzt blind in den Markt einsteigt, riskiert, auf den falschen Pferden zu setzen. Besonders in Österreich zeigt sich, wie regional unterschiedlich die Dynamik ist. Während Wien mit steigenden Preisen und begrenztem Neubauangebot boomt, kämpfen kleinere Städte mit stagnierenden Werten. „Die Zuwanderung treibt die Nachfrage, aber der Markt ist eng“, sagt ein Wiener Projektentwickler. Institutionelle Investoren setzen daher vermehrt auf gemischt genutzte Projekte, die Wohnen und Retail verbinden – ein Modell, das auch in Deutschland immer beliebter wird. [1][3]
Die Frage ist nicht mehr, ob der Markt sich erholt, sondern wer die Chancen nutzt. „Die ersten, die nach der Krise eingestiegen sind, haben die besten Deals gemacht“, sagt ein Münchner Fondsmanager. „Jetzt geht es darum, die richtigen Objekte zu finden – bevor die Preise wieder durch die Decke gehen.“ Besonders im Fokus: nachhaltige Immobilien, die nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich überzeugen. Denn eines ist klar: Wer heute noch auf „Greenwashing“ setzt, wird morgen die Rechnung zahlen. [2][3]
Fazit: Der DACH-Markt zeigt 2026 erste Anzeichen einer Erholung, aber die Unterschiede zwischen den Regionen und Segmenten sind gravierend. Während Großstädte wie Hamburg, München oder Wien weiter boomen, bleiben B-Lagen und strukturschwache Regionen unter Druck. Für Investoren heißt das: Wer jetzt die richtigen Entscheidungen trifft, kann von der Trendwende profitieren – wer zu lange zögert, riskiert, den Zug zu verpassen. [4][6]
Hintergrund
Der DACH-Immobilienmarkt durchläuft 2026 eine Phase der Neuordnung. Nach Jahren der Stagnation infolge hoher Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit stabilisieren sich die Preise, während institutionelle Investoren ihre Strategien anpassen. Besonders gefragt sind nachhaltige Objekte und gemischt genutzte Projekte, die Wohnen, Büro und Retail verbinden. Die Entwicklung ist regional unterschiedlich: Während Metropolen wie Frankfurt, München oder Wien boomen, kämpfen kleinere Städte und B-Lagen mit strukturellen Herausforderungen. REITs gewinnen als Anlageklasse an Bedeutung, da sie Liquidität und Dividendenrenditen bieten – ein Trend, der sich in den nächsten Jahren fortsetzen dürfte.
Quellen
- [1]Immobilienpreisentwicklung 2026: Trends, Prognosen, News
- [2]Immobilienpreise 2026: Prognose zur Entwicklung
- [3]Immobilienmarkt Prognose 2026: Die Richtung stimmt
- [4]Investmentmarktüberblick Q2 2026 | JLL
- [5]Immobilien-Investmentmarkt in Deutschland - Transaktionsvolumen bis 2025| Statista
- [6]Investmentmarkt – Colliers | City Survey Q4 2025
- [7]Rendite mit REITs: Die besten Real Estate Investment Trusts
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