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L’Immo: Der Podcast, der die Immobilienbranche bewegt

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Köpfe & Charaktere

L’Immo: Der Podcast, der die Immobilienbranche bewegt

Als Dirk Labusch und Iris Jachertz 2020 ihren Podcast L’Immo starteten, war die Idee simpel: Meinungsführer der Immobilienwirtschaft sollten über Digitalisierung und Klimaschutz diskutieren. Doch heute ist das Format mehr als nur ein Gesprächsformat – es ist ein Seismograf für Trends, die den DACH-Raum prägen. Warum das so ist, zeigt ein Blick hinter die Mikrofone.

Sophie Wagner

8. Juli 2026

L’Immo ist kein klassischer Branchenpodcast. Hinter dem Format stehen zwei der einflussreichsten Stimmen der deutschen Immobilienpresse: Dirk Labusch, seit 1997 Chefredakteur des Fachmagazins immobilienwirtschaft, und Iris Jachertz, Chefredakteurin von DW Die Wohnungswirtschaft. Beide bringen nicht nur journalistische Expertise mit, sondern auch ein Netzwerk, das bis in die Vorstandsetagen reicht. „Mal süß, mal bitter. Immer prickelnd“ – so wirbt der Podcast selbst für seine Folgen. Doch was steckt hinter dieser Selbstbeschreibung? Es ist die Mischung aus Praxisnähe und kritischer Distanz, die L’Immo von anderen Formaten abhebt. Während viele Podcasts auf reine Wissensvermittlung setzen, geht es hier um Meinungsbildung. Labusch und Jachertz laden nicht nur PropTech-Gründer ein, sondern auch Kritiker, die etwa die Grenzen der Digitalisierung im Gebäudemanagement aufzeigen. [1][2]

Die Themenpalette von L’Immo ist breit, aber gezielt. Im Fokus stehen Strukturwandel, Mobilitätswende und Klimaschutzziele – allesamt Herausforderungen, die die Immobilienwirtschaft seit Jahren beschäftigen. Doch der Podcast geht weiter: Er beleuchtet auch Nischenthemen wie KI im Asset Management oder die Rolle von PropTech-Start-ups in der DACH-Region. „Von Digitalpionier bis KI“ – so wirbt eine Folge für sich. Das ist kein Zufall. Die Branche steht unter Druck, Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Hier setzt L’Immo an: als Plattform, die nicht nur Trends aufgreift, sondern auch deren Machbarkeit hinterfragt. Ein Beispiel? Die Diskussion über die Grenzen von Smart-Data-Lösungen, die im Podcast immer wieder aufgegriffen wird. [1][3]

Doch L’Immo ist mehr als nur ein Podcast. Es ist ein Bindeglied zwischen den Fachmagazinen immobilienwirtschaft und DW Die Wohnungswirtschaft und der digitalen Welt. Produziert wird das Format von Haufe, einem Verlag, der selbst tief in der Immobilienbranche verwurzelt ist. Diese Verbindung gibt dem Podcast eine Reichweite, die andere Formate nicht haben. Auf Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts oder YouTube ist L’Immo präsent – und erreicht damit eine Zielgruppe, die von Wohnungsunternehmen über Investoren bis hin zu Technologieanbietern reicht. Doch die Verbreitung allein erklärt nicht den Erfolg. Entscheidend ist die Glaubwürdigkeit, die Labusch und Jachertz als langjährige Branchenkenner mitbringen. [1][2]

Die DACH-Region ist ein besonderer Markt für PropTech-Innovationen. Während internationale Podcasts oft globale Trends behandeln, konzentriert sich L’Immo auf die spezifischen Herausforderungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das macht das Format einzigartig. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit dem German PropTech & Innovation (gpti) e.V., dem größten Netzwerk für PropTech-Unternehmen in der DACH-Region. Der Verband sieht sich als Plattform für den Austausch zwischen Start-ups und etablierten Playern. L’Immo greift diese Themen auf und bringt sie in einen größeren Kontext. So werden etwa die EBZ PropTech Days 2025 im Podcast thematisiert – ein Event, das für die gesamte Branche relevant ist. [4][5]

Doch nicht alle sind begeistert. Kritiker monieren, dass L’Immo zu sehr auf etablierte Stimmen setzt und junge Gründer zu wenig zu Wort kommen lässt. „Die Immobilienbranche ist konservativ – und das spiegelt sich auch in den Gästen wider“, sagt ein Brancheninsider, der nicht namentlich genannt werden möchte. Tatsächlich dominieren in den Folgen oft Vertreter großer Wohnungsunternehmen oder Investoren. Doch Labusch und Jachertz wehren sich gegen diesen Vorwurf. „Wir wollen keine Einheitsmeinung verbreiten, sondern Debatten anstoßen“, betont Labusch in einer Folge. Und tatsächlich: In einigen Folgen kommen auch kritische Stimmen zu Wort, etwa wenn es um die Grenzen von KI im Gebäudemanagement geht. [1]

L’Immo ist nicht der einzige PropTech-Podcast im DACH-Raum, aber einer der wenigen, der es in internationale Rankings schafft. In der Liste der „11 Must-Listen PropTech Podcasts“ wird das Format regelmäßig genannt – ein Beleg für seine Relevanz. Doch was macht den Unterschied? Es ist die Kombination aus journalistischer Tiefe und praxisnahen Einblicken. Während andere Podcasts oft auf reine Erfolgsgeschichten setzen, hinterfragt L’Immo auch die Schattenseiten der Digitalisierung. Ein Beispiel ist die Diskussion über Datenschutz in Smart-Building-Lösungen, die im Podcast immer wieder aufgegriffen wird. Das macht das Format nicht nur informativ, sondern auch kritisch. [7][8]

Die Zukunft von L’Immo hängt davon ab, ob es dem Podcast gelingt, seine Rolle als meinungsbildendes Format zu festigen. Die Branche steht vor großen Herausforderungen: Klimaziele, Digitalisierung, demografischer Wandel. Hier kann ein Podcast wie L’Immo eine wichtige Rolle spielen – als Plattform für den Austausch zwischen den Generationen. Doch das gelingt nur, wenn es Labusch und Jachertz schaffen, auch junge Stimmen stärker einzubinden. Ein erster Schritt könnte die Zusammenarbeit mit Initiativen wie der RESI Impact Night sein, die innovative Geschäftsmodelle in der Immobilienwirtschaft fördert. Eines ist sicher: L’Immo wird weiter prickeln – mal süß, mal bitter. [4]

Hintergrund

Die Immobilienwirtschaft im DACH-Raum steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Digitalisierung, Klimaschutz und demografische Veränderungen zwingen Unternehmen, neue Wege zu gehen. Gleichzeitig fehlt es oft an Plattformen, die diese Themen kritisch und praxisnah aufbereiten. Hier setzt L’Immo an: Als eines der wenigen deutschsprachigen Formate verbindet es journalistische Tiefe mit Branchenexpertise. Doch der Podcast ist mehr als nur ein Informationsmedium – er ist ein Netzwerk, das Akteure aus verschiedenen Bereichen zusammenbringt. Ob PropTech-Start-ups, Wohnungsunternehmen oder Investoren: L’Immo schafft einen Raum für den Austausch, der in der Branche sonst oft fehlt.

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