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Mieterstrom als Gamechanger für Immobilien

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Digitalisierung & Software

Mieterstrom als Gamechanger für Immobilien

Was passiert, wenn ein Dach mehr wert ist als nur Schutz vor Regen? Moverloop zeigt, wie Immobilienbesitzer mit Mieterstrom-as-a-Service nicht nur die Energiewende vorantreiben, sondern auch ihre Rendite steigern. Die Technologie dahinter ist simpler – und mächtiger – als viele denken.

Marcus Heller

21. Juni 2026

Es war ein grauer Dienstagmorgen in München, als Thomas Berger, Geschäftsführer eines mittelständischen Wohnungsunternehmens, die Rechnung auf den Tisch bekam. Nicht die übliche Betriebskostenabrechnung, sondern eine Übersicht, die ihm zeigte, wie viel Geld er monatlich liegen ließ: auf den Dächern seiner 15 Mehrfamilienhäuser. Berger hatte gehört, dass Mieterstrom – also lokal erzeugter Solarstrom, der direkt an Mieter verkauft wird – nicht nur grün, sondern auch lukrativ sein kann. Doch was ihn wirklich überzeugte, war die Software von Moverloop. Plötzlich war das, was früher ein bürokratischer Albtraum war, nur noch ein paar Klicks entfernt. Die Lösung automatisiert alles: von der Abrechnung bis zur Einhaltung der regulatorischen Vorgaben. Branchenkreise berichten, dass solche Tools die Attraktivität von Immobilien spürbar erhöhen – weil Mieter günstigeren Strom bekommen und Eigentümer zusätzliche Einnahmen generieren. [1][2]

Doch wie funktioniert das Ganze technisch? Moverloop setzt auf Photovoltaikanlagen, die auf den Dächern der Immobilien installiert werden. Der erzeugte Strom wird nicht ins Netz eingespeist, sondern direkt an die Mieter verkauft. Die Software übernimmt dabei die gesamte Verwaltung: Sie misst den Verbrauch, erstellt Abrechnungen und sorgt dafür, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Besonders clever ist die Integration von KI-Tools, die den Energieverbrauch analysieren und Optimierungspotenziale aufdecken. Laut informierten Personen aus der Branche nutzen immer mehr Immobilienunternehmen solche Lösungen, um ihre Gebäude effizienter zu machen. Das Ergebnis? Eine Win-Win-Situation: Mieter profitieren von günstigem Grünstrom, während Eigentümer ihre Rendite steigern können – ohne selbst zum Energieversorger zu werden. [1][2][5]

Die Renditechancen sind nicht zu unterschätzen. Brancheninsider berichten, dass Investitionen in Mieterstrommodelle deutlich höhere Erträge bringen können als die klassische Volleinspeisung. Moverloop wirbt damit, dass Eigentümer bis zu 17 Prozent Rendite auf ihr Investment erzielen können. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein – doch die Logik dahinter ist simpel: Statt den Strom zu einem festen Satz ins Netz einzuspeisen, wird er direkt vor Ort verkauft, wo die Margen höher sind. Zudem steigert die lokale Stromerzeugung den Wert der Immobilie, weil sie nachhaltiger und damit attraktiver für Mieter wird. Ein weiterer Vorteil: Die CO2-Emissionen sinken, was in Zeiten strengerer Klimavorgaben ein nicht zu unterschätzender Faktor ist. [2]

Doch Moverloop ist nicht der einzige Player auf dem Markt. Auch etablierte Unternehmen wie Brunata Minol setzen mit ihrer Lösung B.One Mieterstrom auf die Digitalisierung der Energieversorgung. Hier geht es vor allem um die Kombination von Messtechnik und Software, die den Verbrauch transparent macht und die Abrechnung automatisiert. Solche Lösungen sind besonders für größere Immobilienportfolios interessant, weil sie Skaleneffekte nutzen können. Die Technologie dahinter ist oft weniger komplex, als viele denken: Es geht darum, vorhandene Daten – etwa aus Smart Metern – intelligent zu nutzen, um den Energieverbrauch zu optimieren. Das Fraunhofer ITWM arbeitet beispielsweise an KI-Tools, die genau das leisten: Sie analysieren Verbrauchsdaten und identifizieren Einsparpotenziale, ohne dass teure Hardware nachgerüstet werden muss. [3][5]

Die regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland spielen Moverloop und Co. in die Hände. Seit der Einführung des Mieterstromgesetzes 2017 und der EEG-Novelle 2023 gibt es klare Vorgaben, die die lokale Stromerzeugung fördern. Das Gesetz ermöglicht es Eigentümern, Solarstrom direkt an Mieter zu verkaufen, ohne dabei die gleichen bürokratischen Hürden wie ein klassischer Energieversorger überwinden zu müssen. Das hat den Markt für Mieterstrom in den letzten Jahren spürbar belebt. In Österreich und der Schweiz sieht die Lage etwas anders aus: Während Österreich mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) ähnliche Anreize setzt, ist das Modell in der Schweiz noch weniger verbreitet. Doch auch hier gewinnt die Digitalisierung des Energiemanagements an Bedeutung, etwa durch KI-Tools, die den Verbrauch in Nichtwohngebäuden optimieren. [1][4]

Die größte Herausforderung liegt oft nicht in der Technologie, sondern in den Köpfen. Viele Immobilienbesitzer scheuen den Aufwand, der mit der Umstellung auf Mieterstrom verbunden ist. Doch hier zeigt sich der Vorteil von Software-as-a-Service-Lösungen wie Moverloop: Sie übernehmen die gesamte Abwicklung – von der Installation der PV-Anlagen bis zur Abrechnung. Das reduziert den Aufwand für Eigentümer auf ein Minimum. Zudem gibt es immer mehr Dienstleister, die sich auf die Umsetzung solcher Projekte spezialisiert haben. Ein Beispiel ist die ISO-50001-Zertifizierung, die Unternehmen dabei hilft, ihre Energieeffizienz systematisch zu verbessern. KI-Tools spielen hier eine zentrale Rolle, weil sie Verbrauchsdaten analysieren und konkrete Handlungsempfehlungen liefern. [5][6]

Am Ende geht es um mehr als nur um Strom. Mieterstrom-Modelle wie die von Moverloop sind ein Beispiel dafür, wie die Digitalisierung die Immobilienwirtschaft verändert. Sie zeigen, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch sein müssen – im Gegenteil. Wer heute in solche Lösungen investiert, sichert sich nicht nur zusätzliche Einnahmen, sondern auch einen Wettbewerbsvorteil. Denn eines ist klar: Die Nachfrage nach klimaneutralen Immobilien wird weiter steigen. Und wer hier frühzeitig auf digitale Lösungen setzt, ist besser aufgestellt als die Konkurrenz. Die Frage ist nicht mehr, ob man Mieterstrom anbieten sollte, sondern wie schnell man damit starten kann. [1][2]

Hintergrund

Im DACH-Raum gewinnt das Thema Mieterstrom zunehmend an Bedeutung. Während Deutschland mit dem Mieterstromgesetz und der EEG-Novelle 2023 klare regulatorische Rahmenbedingungen schafft, setzt Österreich auf das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG), um Investitionen in lokale Stromgemeinschaften zu fördern. In der Schweiz ist das Modell noch weniger verbreitet, doch auch hier rückt die Digitalisierung des Energiemanagements in den Fokus. KI-Tools, die den Energieverbrauch in Nichtwohngebäuden optimieren, werden für Immobilienportfolios immer wichtiger – nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht.

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