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MYNE: Wie KI die BH-Branche aufmischt

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MYNE: Wie KI die BH-Branche aufmischt

Was passiert, wenn ein Schweizer Startup mit KI, Robotik und einem Smartphone-Scan die jahrzehntealte BH-Industrie herausfordert? MYNE zeigt, wie Technologie traditionelle Märkte disruptiert – und warum Investoren jetzt genau hinschauen.

Marcus Heller

29. Mai 2026

Es ist ein Problem, das fast jede Frau kennt: Der BH, der eigentlich passen sollte, drückt, rutscht oder sitzt einfach falsch. Linda Durisch, Textilingenieurin mit über 15 Jahren Erfahrung in Passformtechnologie, hat genug davon gesehen. Ihr Startup MYNE will das System der standardisierten BH-Größen komplett überflüssig machen – und setzt dabei auf eine Kombination aus KI-gestütztem Smartphone-Scanning, algorithmischer Schnittkonstruktion und Robotik. Die Idee ist so einfach wie radikal: Statt sich durch ein Labyrinth von Größen zu kämpfen, scannt die Kundin ihren Oberkörper mit dem Handy, und MYNEs Algorithmen konstruieren daraus einen maßgeschneiderten BH. Keine Retouren, keine Fehlkäufe, nur perfekte Passform. Branchenkreise sprechen bereits von einem „Game-Changer“ für die Fashion-Tech-Szene. [1]

Doch MYNE ist mehr als nur ein weiteres Fashion-Startup. Das Unternehmen hat sich in die PropTech-Landschaft eingeschrieben – ein Bereich, der normalerweise mit Immobilien, Bau und digitalen Lösungen für die Branche assoziiert wird. Der Clou: MYNEs Technologie lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen, in denen individuelle Passform entscheidend ist. Denkbar sind maßgeschneiderte Kleidung, orthopädische Hilfsmittel oder sogar Möbel, die sich exakt an den Körper anpassen. Informierte Personen aus Accelerator-Programmen wie dem „Future Built Assets Accelerator“ sehen hier enormes Potenzial. „Das ist keine Nische, das ist ein Blueprint für die Zukunft der personalisierten Fertigung“, sagt ein Insider aus dem Programm. [1][4]

Die Finanzierungsrunde von 40 Millionen Euro, die MYNE kürzlich abschloss, hat in der DACH-Region für Aufsehen gesorgt. Zum Vergleich: Andere PropTech-Startups in der Schweiz und Deutschland kämpfen oft mit deutlich kleineren Beträgen. Doch MYNE spielt in einer anderen Liga. Die Investoren setzen nicht nur auf die Technologie, sondern auch auf das Team. Linda Durisch bringt jahrzehntelange Expertise mit, und ihr Co-Gründer Mathias Durisch ergänzt das Duo mit Know-how in Robotik und Automatisierung. „Das ist kein klassisches Fashion-Startup, das in zwei Jahren wieder verschwindet“, sagt ein Branchenkenner. „Hier geht es um skalierbare Technologie, die ganze Industrien verändern kann.“ [1][3]

Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren als Hotspot für innovative Startups etabliert – besonders in den Bereichen KI, Robotik und Nachhaltigkeit. MYNE ist ein Paradebeispiel dafür, wie Schweizer Gründer internationale Investoren anziehen. Doch das Startup steht nicht allein da. Accelerator-Programme wie das „Future Built Assets Accelerator Program“ von Startup Wise Guys fördern gezielt nachhaltige Innovationen im Immobilien- und Bausektor. MYNE passt perfekt in diese Nische, denn die Technologie lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen, in denen Präzision und Individualisierung gefragt sind. „Die Schweiz ist ein idealer Standort für solche Projekte“, sagt ein Teilnehmer des Programms. „Hier findet man nicht nur Kapital, sondern auch das nötige Ökosystem.“ [2][4]

Doch was bedeutet MYNEs Erfolg für den DACH-Raum? In Deutschland und Österreich könnte das Startup als Vorbild für andere Fashion-Tech- und PropTech-Unternehmen dienen. Besonders in Deutschland, wo die Modeindustrie traditionell stark ist, aber oft mit veralteten Produktionsmethoden kämpft, könnte MYNEs Ansatz eine Inspiration sein. „Die Technologie ist nicht auf BHs beschränkt“, erklärt ein Experte aus dem PropTech-Bereich. „Stellen Sie sich vor, Sie könnten jedes Kleidungsstück oder sogar Möbelstücke individuell anpassen – das wäre ein riesiger Markt.“ Die 40 Millionen Euro Finanzierung zeigen, dass Investoren genau das Potenzial sehen. [3][7]

Trotz aller Euphorie gibt es auch kritische Stimmen. Einige Branchenkenner fragen sich, ob MYNEs Modell wirklich skalierbar ist. Die Kombination aus KI, Robotik und individueller Fertigung ist komplex – und nicht jedes Startup schafft den Sprung von der Nische zum Massenmarkt. Doch MYNE hat bereits bewiesen, dass es Investoren überzeugt. Die 40 Millionen Euro sind ein klares Signal: Die Branche ist bereit für Veränderung. „Es geht nicht mehr darum, ob die Technologie funktioniert“, sagt ein Insider. „Es geht darum, wer sie als Erster richtig einsetzt.“ [1][3]

Für institutionelle Investoren und Gründer im DACH-Raum ist MYNE ein spannendes Fallbeispiel. Das Startup zeigt, wie Technologie traditionelle Märkte aufbrechen kann – und dass es sich lohnt, in Nischen zu investieren, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind. Die Frage ist nicht mehr, ob MYNE erfolgreich sein wird, sondern wie schnell andere Unternehmen nachziehen. „Die BH-Industrie ist nur der Anfang“, sagt ein Branchenexperte. „Die wahre Revolution kommt, wenn diese Technologie in anderen Bereichen ankommt.“ [1][4]

Hintergrund

Die DACH-Region erlebt einen Boom im PropTech- und Fashion-Tech-Segment, getrieben von Startups, die digitale Technologien nutzen, um traditionelle Industrien zu disruptieren. Die Schweiz gilt dabei als besonders attraktiver Standort, dank hoher Investitionsbereitschaft und spezialisierter Accelerator-Programme. MYNE steht exemplarisch für diesen Trend: Das Startup kombiniert KI, 3D-Scanning und Robotik, um individuelle Lösungen zu schaffen – ein Ansatz, der auch in der Immobilienbranche zunehmend an Bedeutung gewinnt. Für Investoren und Gründer im DACH-Raum ist MYNE ein Beispiel dafür, wie Technologie und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.

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