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Sanierungswelle kommt – wer macht mit?

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Nachhaltigkeit & ESG

Sanierungswelle kommt – wer macht mit?

Die EU dreht an der Regulierungsschraube, und plötzlich steht der deutsche Gebäudesektor unter Zugzwang. Doch während die Politik noch diskutiert, prescht ein PropTech-Startup vor – und zeigt, wie die Sanierung von 14 Millionen Altbauten gelingen könnte. Die Frage ist nur: Wer zieht mit?

Marcus Heller

24. Juni 2026

Es war ein Montagmorgen in Berlin-Kreuzberg, als die ersten Handwerker vor dem Altbau in der Oranienstraße auftauchten. Keine klassischen Sanierer, sondern ein Team, das von VARM koordiniert wurde – einem PropTech-Unternehmen, das gerade frisches Kapital eingesammelt hat. Ihr Auftrag: Nicht nur Dämmung anbringen, sondern den gesamten Prozess digitalisieren, von der Fördermittelbeantragung bis zur finalen Abnahme. Branchenkreise berichten, dass solche Pilotprojekte bereits zeigen, wie der Sanierungsstau in Deutschland aufgelöst werden könnte. Doch der Weg dorthin ist steinig. [5]

Der regulatorische Druck wächst. Ab 2025 müssen Unternehmen in Deutschland detailliert über ihre Nachhaltigkeitsbemühungen berichten – inklusive der CO₂-Bilanz ihrer Gebäude. Die CSRD, wie die EU-Richtlinie kurz heißt, zwingt Immobilienbesitzer dazu, ihre Portfolios transparent zu machen. Doch die Umsetzung stockt. Informierte Personen aus dem Bundesjustizministerium bestätigen, dass die gesetzlichen Vorgaben noch nicht finalisiert sind. Das schafft Unsicherheit: Soll man jetzt investieren oder erst abwarten, bis die Regeln stehen? [1][2]

VARM setzt genau hier an. Das Unternehmen hat ein Netzwerk von Handwerksbetrieben aufgebaut, das nicht nur Sanierungen durchführt, sondern auch die Dokumentation für die EU-Taxonomie liefert. Denn nur wer nachweisen kann, dass eine Sanierung die Energieeffizienz spürbar verbessert, darf sich über günstigere Finanzierungskonditionen freuen. Branchenkenner sehen darin einen Gamechanger: Endlich gibt es eine Lösung, die den bürokratischen Aufwand reduziert und gleichzeitig die Qualität sichert. [4][5]

Doch nicht alle sind überzeugt. Viele Immobilienbesitzer zögern noch, weil sie die Kosten scheuen. Dabei zeigen Beispiele aus der Praxis, dass digitale Tools wie das Green+ Portal von Purpose Green den Prozess deutlich vereinfachen. Mit wenigen Klicks lässt sich der energetische Zustand einer Immobilie analysieren – inklusive konkreter Maßnahmen und Fördermöglichkeiten. Wer hier nicht handelt, riskiert nicht nur höhere Betriebskosten, sondern auch den Wertverlust seiner Objekte. [5]

Ein weiterer Hebel sind Zertifizierungen. DGNB, LEED oder BREEAM – wer seine Gebäude nach diesen Standards ausrichtet, signalisiert Investoren und Mietern, dass Nachhaltigkeit ernst genommen wird. Doch die Zertifizierung allein reicht nicht. Entscheidend ist, dass die Sanierung auch wirklich umgesetzt wird. Hier kommen PropTech-Lösungen ins Spiel, die den gesamten Prozess begleiten – von der Planung bis zur Umsetzung. [6]

Die größte Hürde bleibt jedoch der Fachkräftemangel. Ohne ausreichend qualifizierte Handwerker wird die Sanierungswelle nicht rollen. VARM setzt deshalb auf Schulungen und digitale Unterstützung, um die Kapazitäten zu erhöhen. Branchenexperten betonen, dass dies der einzige Weg ist, um die ambitionierten Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen. Wer jetzt nicht handelt, könnte bald von der Regulierung überrollt werden. [5]

Fazit: Die Sanierung von 14 Millionen Gebäuden ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Doch die ersten Schritte sind gemacht. Wer heute in digitale Lösungen und qualifizierte Handwerker investiert, sichert sich nicht nur regulatorische Vorteile, sondern auch langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Die Frage ist nicht mehr, ob saniert wird, sondern wer den Prozess steuert – und wer am Ende die Rechnung zahlt. [1][4]

Hintergrund

In Deutschland stehen Millionen von Gebäuden vor einer grundlegenden Sanierung. Die EU-Taxonomie und die CSRD setzen klare Vorgaben, doch die Umsetzung stockt. PropTech-Unternehmen wie VARM zeigen, wie digitale Lösungen den Prozess beschleunigen können. Gleichzeitig wächst der Druck auf Immobilienbesitzer, ihre Portfolios nachhaltig zu gestalten – nicht nur aus regulatorischen Gründen, sondern auch, um Investoren und Mieter zu überzeugen. Der Markt ist in Bewegung, doch wer zu lange zögert, könnte den Anschluss verlieren.

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