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Schweizer Industriefonds wächst rasant
Der Realstone Industrial Fund (RIF) verdoppelt fast sein Nettovermögen und plant eine weitere Kapitalerhöhung. Was das für institutionelle Investoren im DACH-Raum bedeutet – und warum Industrieimmobilien gerade jetzt boomen.
Marcus Heller
8. Juni 2026
Es ist ein Deal, der in Zürich hinter verschlossenen Türen besprochen wird – und der zeigt, wie hartnäckig institutionelle Investoren an Schweizer Industrieimmobilien festhalten. Der Realstone Industrial Fund (RIF) hat im März drei Objekte für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag erworben, finanziert aus einer früheren Kapitalerhöhung. Branchenkreise bestätigen, dass die Transaktionen in der Deutsch- und Westschweiz stattfanden, darunter eine Liegenschaft in Renens. Für den Fonds, der erst 2022 aufgelegt wurde, ist das ein weiterer Schritt, um sein Portfolio strategisch auszubauen. [8]
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Das Nettovermögen des RIF ist im vergangenen Geschäftsjahr spürbar gestiegen – ein Sprung, der laut informierten Personen auf eine Kombination aus Kapitalerhöhungen und Sacheinlagen zurückgeht. Der Fonds, der sich ausschließlich an qualifizierte Investoren richtet, hat damit bewiesen, dass er trotz Marktunsicherheiten weiter wächst. Die aktuelle Pipeline deutet darauf hin, dass dieser Trend anhalten wird: Für Juni ist bereits die nächste Kapitalerhöhung geplant, die das Fondsvolumen weiter aufstocken soll. [1]
Doch warum setzen Investoren gerade jetzt auf Schweizer Industrieimmobilien? Die Antwort liegt im Risikoprofil. Laut einer Analyse von Branchenexperten bieten diese Objekte stabile Mieteinnahmen, meist durch langfristige Verträge abgesichert, und eine geringe Volatilität – ein Argument, das in Zeiten schwankender Märkte besonders zieht. Der RIF selbst hält aktuell fünf Liegenschaften mit einer Gesamtmietfläche, die deutlich über der Marke von 20.000 Quadratmetern liegt. Ein Portfolio, das nicht nur diversifiziert ist, sondern auch geografisch breit aufgestellt. [3][6]
Die Schweiz ist dabei nur ein Teil des Puzzles. Eine Studie des CFin Research Center in München zeigt, dass institutionelle Investoren im gesamten DACH-Raum ihr Engagement in Immobilien ausbauen wollen. Ein Drittel der befragten Banken, Versicherungen und Pensionskassen plant, ihre Allokationen in diesem Segment zu erhöhen. Die Gründe? Neben der Stabilität spielen auch makroökonomische Faktoren eine Rolle: E-Commerce und optimierte Lieferketten treiben die Nachfrage nach Logistikflächen weiter an – ein Trend, der sich laut Branchenbeobachtern fortsetzen wird. [4]
Für den RIF könnte das Timing kaum besser sein. Der Fonds, der als kollektive Kapitalanlage nach Schweizer Recht strukturiert ist, profitiert von einem Marktumfeld, in dem klassische Anlageklassen unter Druck stehen. Während Büroimmobilien in vielen Städten mit Leerständen kämpfen, gelten Industrie- und Logistikflächen als resilient. Die jüngsten Akquisitionen des Fonds – darunter Objekte in der Westschweiz – unterstreichen diese Strategie: Es geht nicht um kurzfristige Spekulation, sondern um langfristige Wertschöpfung. [3][8]
Doch der Erfolg des RIF wirft auch Fragen auf. Wie nachhaltig ist das Wachstum? Branchenkenner verweisen darauf, dass der Fonds bisher vor allem von der starken Nachfrage nach Logistikflächen profitiert – ein Segment, das zwar stabil, aber nicht unendlich skalierbar ist. Zudem könnte der Wettbewerb zunehmen: Immer mehr institutionelle Investoren drängen in den Markt, angelockt von den attraktiven Renditeaussichten. Der RIF wird sich daher nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen können. [6]
Eines ist jedoch sicher: Der Fonds hat sich als Vorreiter etabliert. Seine Strategie – Fokus auf Schweizer Industrieimmobilien, langfristige Mietverträge, geografische Diversifikation – könnte Schule machen. Sollte die geplante Kapitalerhöhung im Juni erfolgreich verlaufen, dürfte der RIF weiter wachsen. Und damit auch sein Einfluss auf den Markt. Für Investoren im DACH-Raum bleibt die Entwicklung jedenfalls ein Gradmesser: Wenn selbst Nischen wie Industrieimmobilien so dynamisch performen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. [1][3]
Hintergrund
Der Realstone Industrial Fund (RIF) ist ein Beispiel für die dynamische Entwicklung des Schweizer Immobilienmarkts, insbesondere im Segment Industrie- und Logistikimmobilien. Während andere Assetklassen unter Druck geraten, setzen institutionelle Investoren im DACH-Raum verstärkt auf diese Nische – getrieben von stabilen Cashflows und geringer Volatilität. Die Schweiz gilt dabei als besonders attraktiv, da sie eine hohe Nachfrage nach Logistikflächen mit einer robusten Wirtschaft verbindet. Für Investoren könnte der RIF damit ein Indikator für künftige Trends sein.
Quellen
- [1]Realstone Industrial Fund steigert Nettovermögen deutlich - IMMOBILIEN Business
- [2]Aktuelles - Realstone
- [3]Kapitalerhöhung - Realstone Industrial Fund (RIF) - Dezember 2023
- [4]Institutionelle Investoren setzen weiter auf Immobilien: IPE D.A.CH
- [5]Immobilien: beliebtes Real Asset für institutionelle Investoren - dpn
- [6]Zehn gute Gründe für Investition in Industrieimmobilien
- [7]Realstone Industrial Fund steigert Nettovermögen deutlich - IMMOBILIEN Business
- [8]Realstone: Industrial Fund kauft zu - IMMOBILIEN Business
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