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BETTERHOMES: Wie KI den Immobilienmarkt aufmischt

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BETTERHOMES: Wie KI den Immobilienmarkt aufmischt

In Zürich tickt eine Uhr anders. Während andere PropTechs noch über Algorithmen streiten, baut BETTERHOMES längst an der nächsten Stufe: agentic AI, die Makler überflüssig macht – oder besser. Der Deal, der gerade hinter verschlossenen Türen verhandelt wird, könnte zeigen, wer 2026 die Spielregeln diktiert.

Marcus Heller

21. April 2026

Es war ein Dienstagmorgen im Januar, als die Nachricht durchsickerte: Ein großer deutscher Family-Office-Investor hatte sich bei BETTERHOMES gemeldet. Nicht für eine kleine Beteiligung, sondern für eine strategische Partnerschaft, die das Franchise-Modell des Unternehmens auf eine neue Stufe heben sollte. Branchenkreise berichten, dass es dabei um mehr ging als nur um Geld. Es ging um die Technologie, die BETTERHOMES seit Jahren im Stillen entwickelt – eine Kombination aus proprietärer Schweizer Software und agentic AI, die Maklerprozesse nicht nur beschleunigt, sondern neu definiert. Die Plattformen Betternet und MyBETTERHOMES, so heißt es, seien nur der Anfang. [4]

Was macht BETTERHOMES so besonders? Während andere PropTechs noch mit halbautomatisierten Bewertungstools experimentieren, setzt das Unternehmen auf KI-Agenten, die eigenständig Leads qualifizieren, Dokumente prüfen und sogar Kundenanfragen beantworten. „Agentic AI ist kein Buzzword mehr, sondern ein Wettbewerbsvorteil“, sagt ein Insider aus dem Umfeld des Unternehmens. Die Technologie, die in der Schweiz entwickelt wird, soll nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Transparenz – ein wunder Punkt in einer Branche, die traditionell auf Intransparenz setzt. [3][4]

Doch der Markt ist nicht nur von Euphorie geprägt. Während die Zahl der PropTechs in Deutschland spürbar wächst, zeigt sich eine klare Konsolidierung. Die 1.472 aktiven Unternehmen, die der blackprint PropTech Report 2025 zählt, sind ein Rekord – doch die Zahl der Neugründungen geht zurück. „Es wird aussortiert“, sagt ein Analyst, der den Markt seit Jahren beobachtet. Wer keine klare Technologiedifferenzierung vorweisen kann, hat kaum noch Chancen auf frisches Kapital. BETTERHOMES scheint genau diese Differenzierung zu bieten: ein hybrides Modell, das digitale Tools mit lokaler Expertise verbindet. [7]

Die Finanzierungsszene spiegelt diesen Trend wider. Während Venture Capital in der PropTech-Branche an Bedeutung verliert, setzen Investoren zunehmend auf Fremdkapital und strategische Partnerschaften. Accelerator-Programme wie das von Superscout spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie vernetzen Startups nicht nur mit Geldgebern, sondern auch mit etablierten Playern, die nach innovativen Lösungen suchen. „Die Zeiten, in denen man mit einer guten Idee und einem Pitch Deck Millionen einsammeln konnte, sind vorbei“, sagt ein Gründer, der kürzlich eine Seed-Runde abgeschlossen hat. [2]

BETTERHOMES profitiert dabei von einem Franchise-Modell, das nicht nur Skalierbarkeit verspricht, sondern auch eine klare Erfolgsmessung. Das immolicence®-System, wie es intern genannt wird, setzt auf drei Säulen: Technologie, Erfolgskultur und Systemvergleich. „Das ist kein klassisches Franchise, sondern ein Ökosystem“, erklärt ein ehemaliger Mitarbeiter. Jeder Partner bringt lokale Expertise ein, während die Zentrale in der Schweiz die technologische Infrastruktur liefert. Ein Modell, das in der Branche zunehmend Schule macht. [5]

Doch nicht alle sind begeistert. Kritiker monieren, dass das hybride Modell zwar effizient sei, aber die menschliche Komponente vernachlässige. „Immobilien sind Vertrauensgeschäfte“, sagt ein erfahrener Makler. „KI kann Prozesse optimieren, aber sie kann keine Beziehung aufbauen.“ BETTERHOMES kontert: Die Technologie diene nicht dazu, Makler zu ersetzen, sondern sie zu entlasten – damit sie sich auf das konzentrieren können, was wirklich zählt: den Kunden. [4]

Die nächsten Monate werden zeigen, ob das Modell trägt. Der DACH-Markt steht vor einer Zäsur: Während die Zahl der geförderten PropTechs weiter steigt – aktuell sind es über 170 –, wird die Luft für Nachahmer dünner. Wer nicht mit einer klaren Technologiestrategie punkten kann, wird es schwer haben. BETTERHOMES scheint genau diese Strategie zu haben. Und die Investoren stehen Schlange. [1]

Hintergrund

Der DACH-PropTech-Markt durchläuft eine Phase der Reife. Während die Zahl der Startups weiter wächst, zeigt sich eine klare Konsolidierung: Wer keine differenzierte Technologie vorweisen kann, wird aussortiert. BETTERHOMES steht exemplarisch für diesen Trend – mit einem hybriden Modell, das digitale Tools und lokale Expertise verbindet. Die Branche setzt zunehmend auf agentic AI, um Prozesse zu automatisieren und die Effizienz zu steigern. Gleichzeitig verliert Venture Capital an Bedeutung, während strategische Partnerschaften und Fremdkapital an Gewicht gewinnen. Der blackprint PropTech Report 2025 zeigt: Der Markt wächst, aber die Selektion wird härter.

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