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Tegel als Defense-Tech-Hub: Berlin setzt auf Adlershof-Effekt
Berlins Bürgermeister Kai Wegner plant die Umwandlung des ehemaligen Flughafens Tegel in ein Zentrum für Sicherheits- und Verteidigungstechnologien. Das Projekt zielt darauf ab, institutionelle Investoren anzuziehen und die Immobiliennachfrage in der Region zu steigern. Für den DACH-Raum könnte dies Signalwirkung entfalten.
Anna Lenz
19. Juni 2026
Der ehemalige Flughafen Tegel soll zu einem Innovationsstandort für Defense-Tech-Unternehmen entwickelt werden. Mit einer Fläche von knapp 500 Hektar bietet das Areal ausreichend Raum für Ansiedlungen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Bürgermeister Kai Wegner sieht darin die Chance, ein zweites Adlershof zu schaffen – ein etabliertes Technologiezentrum, das bereits über 1.200 Unternehmen und 28.000 Arbeitsplätze beherbergt. Für Investoren bedeutet das: Ein neues Cluster mit langfristigem Entwicklungspotenzial entsteht, das gezielt auf die wachsende Nachfrage nach Sicherheits- und Verteidigungstechnologien ausgerichtet ist. [1][2]
Adlershof dient als Blaupause für das Tegel-Projekt. Der Standort hat sich seit den 1990er-Jahren als erfolgreiches Modell für Technologieparks etabliert, indem er Forschung, Industrie und Start-ups vernetzt. Wegner strebt eine ähnliche Dynamik für Tegel an, allerdings mit Fokus auf Defense-Tech. Dieser Sektor gewinnt durch geopolitische Spannungen und erhöhte Sicherheitsanforderungen an Bedeutung. Für Asset Manager ergibt sich daraus die Möglichkeit, in einen Nischenmarkt mit stabiler Nachfrage zu investieren, der weniger zyklischen Schwankungen unterliegt als klassische Gewerbeimmobilien. [2]
Die Entwicklung Tegels könnte die Attraktivität Berlins als Standort für Hochtechnologie weiter stärken. Defense-Tech-Unternehmen benötigen spezifische Infrastruktur, darunter hochsichere Büroflächen, Testlabore und Produktionsstätten. Diese Anforderungen schaffen eine neue Nachfrageschicht im Berliner Immobilienmarkt, die sich von klassischen Büro- oder Logistikflächen unterscheidet. Für institutionelle Investoren bietet dies die Chance, Portfolios um spezialisierte Assets zu erweitern, die langfristige Mietverträge und staatliche Förderungen anziehen könnten. [1]
Der Defense-Tech-Sektor verzeichnet bereits ein spürbares Investitionswachstum. Zwar beziehen sich die verfügbaren Daten nicht direkt auf Tegel, zeigen jedoch die Dynamik des Marktes. Berlin könnte von dieser Entwicklung profitieren, indem es gezielt Unternehmen aus diesem Bereich anzieht. Für den DACH-Raum bedeutet das: Eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts könnte ähnliche Initiativen in anderen Städten auslösen, etwa in München oder Hamburg, wo bereits Defense-Tech-Unternehmen ansässig sind. [3]
Österreich und die Schweiz beobachten die Entwicklung Tegels mit Interesse. Wien und Graz sind bereits Standorte für Defense-Tech-Unternehmen, während die Schweiz über eine starke Sicherheits- und Rüstungsindustrie verfügt. Eine enge Zusammenarbeit mit Berlin könnte die grenzüberschreitende Vernetzung im Sektor stärken. Für Investoren aus diesen Ländern bietet Tegel die Möglichkeit, von der Dynamik des Berliner Marktes zu profitieren, ohne auf etablierte Cluster in der Schweiz oder Österreich verzichten zu müssen. [1]
Die Auswirkungen auf den Immobilienmarkt könnten weitreichend sein. REITs und institutionelle Anleger zeigen bereits Interesse an spezialisierten Technologieparks, da diese stabile Cashflows und langfristige Wertsteigerungspotenziale bieten. Tegel könnte diese Entwicklung beschleunigen, indem es ein Modell für die Umnutzung brachliegender Flächen schafft. Für Asset Manager bedeutet das: Frühzeitige Engagements in solchen Projekten könnten sich als strategisch vorteilhaft erweisen, insbesondere in einem Marktumfeld mit begrenztem Angebot an hochwertigen Gewerbeimmobilien. [2]
Langfristig könnte Tegel die Position Berlins als führender Standort für Defense-Tech in Deutschland festigen. Die Kombination aus verfügbarer Fläche, politischer Unterstützung und der Nähe zu Forschungseinrichtungen macht das Projekt attraktiv für internationale Unternehmen. Für Investoren ergibt sich daraus die Perspektive, an einem wachsenden Ökosystem teilzuhaben, das nicht nur lokale, sondern auch globale Akteure anzieht. Die Entwicklung könnte zudem die Preise für Gewerbeimmobilien in der Hauptstadt stabilisieren oder sogar steigern. [1]
Hintergrund
Der DACH-Raum steht vor einer Neuausrichtung seiner Technologie- und Immobilienmärkte. Während Deutschland mit Projekten wie Tegel gezielt Nischenmärkte erschließt, beobachten Österreich und die Schweiz die Entwicklungen mit strategischem Interesse. Defense-Tech gewinnt als Sektor an Bedeutung, getrieben durch geopolitische Unsicherheiten und technologische Fortschritte. Für institutionelle Investoren bietet dies die Chance, Portfolios um Assets mit langfristigem Wachstumspotenzial zu ergänzen.
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